• Notizbücher liegen nebeneinander

    2015 – das Jahr der Notizbücher

    Nachdem 2013 eindeutig das Jahr der Füller und 2014 das der Bleistifte war, wird 2015 wohl das Jahr der Notizbücher und des Papiers. Papier mit seiner großen Vielfalt hat mich schon immer fasziniert, Notitbücher ebenso. In die wurde dann oft nichts reingeschrieben, weil sich die simplen Gedanken ja nicht lohnen, um so schöne Bücher schnöde zu vernutzen 🙂

    Da paßt es sehr schön, wenn sich die neue Podcast-Folge des „Pen Addict“ mit Notizbüchern und ihrer Nutzung beschäftigt: „Notebook Emergency“. Auch bei mir stellt sich immer die Frage, wie viele ich gleichzeitig benutzen, für welche Projekte ich eigene Notizbücher anlegen sollte. Was, wenn auch geringen, Einfluß auf meine Arbeitsabläufe hat. 2015 wird vermutlich ein interessantes Jahr 🙂

    Update: Auch die neue Folge des Podcasts Home Work dreht sich um Notizbücher. Wird das Thema jetzt Mainstream? 🙂

    Update 2: Auch bei Erasable spricht man über Notizbücher und ihre Bleistift-Tauglichkeit – I Got One Note in My Pocket.

     


  • Softwaretip: iA Writer Pro

    Beim Lesen des Interviews mit Michael Schechter über seine Workflows erwähnt er einen Wunsch:

    The one thing I’m hoping and actively begging Brett Terpstra to bring to Marked is the ability to identify the words I overuse (…)

    Dabei fiel mir ein, daß der iA Writer Pro genau das kann. Den Editor nutze ich besonders gern, wenn ich eigene oder Kundentexte überarbeiten muß. Im Edit-Modus lasse ich mir gesondert z.B. alle Verben, Adjektive oder Substantive hervorgehoben anzeigen und sehe so schnell, falls sich ein Wort zu sehr häuft. Die Oberfläche des iA Writer Pro vermeidet die Ablenkung durch Schalt- und Symbolflächen.(*) Wenn ich unbedingt etwas im Text hervorheben will, nutze ich etwas Markdown, die Befehle können auch mit den haushaltsüblichen Shortcuts (oder mit der Maus) eingesetzt werden. Mich lenkt das Aufhübschen beim Schreiben zu sehr ab – das kann danach immer noch erledigt werden; als eigener Schritt geht es konzentrierter und ich vermeide dadurch “Auszeichnungsorgien”. 

    Markdown kann ich zum Schreiben nur immer wieder empfehlen (wenn man nicht eh erst einmal nur in reinem .txt runterklotzt). Inzwischen gibt es viele Programme, die das Format weiterverarbeiten können, ich selbst behalte den Text als kleine .txt-Datei, die auch ohne Spezialeditoren selbst mit den kurzen Befehlsschnipseln gut lesbar bleibt. 

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    (*) Andere Editoren, die auf solche Ablenkung verzichten, sind z.B. Byword oder Ommwriter. Ich finde das Schreiberlebnis damit immer wieder toll.


  • aufgefächerte Klemmmappe mit verschiedenen Papieren

    Inspired by KLINE

    Ich mag Notizbücher. Ich habe vermutlich mehr, als ich je vollschreiben kann. Gegen tolles Papier und schöne oder interessante Einbände bin ich eben nicht immun.

    Doch gibt es für mich immer wieder ein Problem: Das unflexible “Inhaltsmanagement”. Reine Sammel-Bücher sind okay, doch für schnelle Notizen nutze ich lieber Merlin Manns Hipster-PDA. Da ist dann jede Notiz auf einer (A8-) Karteikarte, kann nach dem Übertragen den Weg alles Irdischen gehen (bzw. auf der Rückseite noch mal verwendet werden); oder in dem thematisch passenden Karteikasten abgelegt werden.

    Themen-Notizbücher klappen bei mir auch selten. Lesejournale scheitern meist daran, daß ich mehrere Bücher oder Texte gleichzeitig lese, weshalb sich die Notizen zu einem Buch über längere Strecken ziehen und immer wieder von anderen Text-Notizen unterbrochen werden.

    Bewährt hat sich bisher nur das reine Arbeitsjournal, in dem chronlogisch Telefonate oder Meetings protokolliert werden. Dann gibt es ein Arbeitstechnik-Buch, in das Mitschriften oder Notizen zu Podcasts über GTD und Produktivität kommen. Oder “Urlaubs”-Notizbücher, die einen fixen Zeitraum aufnehmen. Und dann natürlich das Sketchbook, das als reines Übungsheft dient.

    Als ich eben Christians Hinweis beim Notizbuchblog auf das Kickstarter-Projekt KLINE und das Video sah, erinnerte mich das an die Klemm-Mappen, die bei mir herumliegen. Eine A6-Mappe habe ich jetzt mit unterschiedlichen Papieren bestückt, um mal zu schauen, wie ich das nutzen kann. Auf jeden Fall ist durch die einfache Möglichkeit des Umsortierens und Entnehmens von Seiten eine größere Flexibilität gegeben.

    (Testbericht folgt)


  • Eine Foldback-Klammer als Stifthalter, auf einem Tisch stehend

    DIY: Stifthalter

    Der frisch erworbene Füller begleitet meine heute begonnene Lektüre von Holger Noltzes „Musikland Deutschland? Eine Verteidigung“, ab und an notiere ich mir etwas.

    Dabei tritt ein Erste-Welt-Problem auf: den Füller offen liegen zu lassen ist nur bedingt gut, weil die Tinte irgendwann antrocknet. Immer die Kappe abzuziehen stört etwas den Gedankenfluß. Daher habe ich aus einer großen „Foldback-Klammer“(*) einen Aufsteller gemacht, der nun die Kappe hält. Den Füller selbst lasse ich nur reingleiten, er läßt sich ohne Widerstand zum Schreiben herausziehen. Letztlich ist das natürlich nur das abgewandelte Prinzip der Schreibtischgarnitur, wie sie bei meinem Großvater stand.

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    (*) Das ist die große Version der Clips, die ich auch für den von Merlin Mann entwickelten Hipster-PDA benutze.


  • 7 verschiedenfarbige Füller der Marke "Pilot Pen 1" liegen auf einer weißen Fläche

    Call me Nerd, call me pen addict – so what?

    Nachdem heute sieben weitere Füller eingetroffen sind, werden die Leute demnächst wohl nicht mehr fragen, ob ich die Bücher alle gelesen hab. Eher: “Haben Sie etwa mit all diesen Stiften geschrieben?!?”

    Für mich ist es oft hilfreich, gleichzeitig mit verschiedenen Farben Texte, Skizzen und besonders Mindmaps zu strukturieren. Und verschiedene Stiftarten haben zudem ein gänzlich unterschiedliches Schreibverhalten. Wenn das dann noch mit Papieren kombiniert wird, kann man sich auf die jeweils eigene Verfassung gut einstellen. Ich will jetzt gar nicht das Wort “begreifen” überstrapazieren, aber Denken und Schreiben als körperlicher Vorgang sind z.T. sehr dynamisch verquickt.

    Call me Nerd, call me pen addict – so what?