• Collage aus Schreibproben, Notizbuchumschlägen und Stiften

    Füller-, Tinten- und Notizbuch-Test

    Den Sonntagmorgen habe ich mal genutzt, um einen Test von Füllern, Tinten und Notizbüchern durchzuführen.

    Folgende Füller und Tinten waren am Start:

    • Pilot Petit 1 in orange, rot und hellblau / türkis,

    • Reform 1745 (Kolbenfüller) mit Standardgraph (SG) orange, mohn und kornblume sowie Pelikan türkis,

    • LAMY AL-star (Federstärke F) mit Lamy türkis (Patrone),

    • LAMY Vista (Federstärke M) mit der Mont Blanc Winter Glow (Konverter) und

    • AMI Kalligraphie mit einer 1,1mm-Feder, Tinte türkis.

    Als Notizbücher dienten ein Moleskine, ein Leuchtturm 1917 und ein NoName in DIN A 4, das ich bei NanuNana für 6 EUR gekauft habe und meist für Skizzen und Schreibübungen nutze.

    Beim Moleskine fällt mir als erstes das leicht Wellige des Papiers auf, als sei es nicht wirklich gut gebunden. Das Papier des Leuchtturm 1917 liegt dagegen glatt da. (Überhaupt bekenne ich meine Vorliebe für das LT, da es einige Extras hat, die das Durchdachte des Notizbuchs zeigen.)

    Bei allen schien natürlich auf der Rückseite die Tinte durch, ohne daß es störend wäre. Keine Füller schaffte es aber, die Rückseite durch zu viel Tinte oder Zerkratzen des Papiers unbrauchbar zu machen. Das überraschte mich am meisten beim NoName.

    Die Reform 1745 zeigten unterschiedliche Kratzigkeit, die Füller mit SG orange bzw. Pelikan türkis schrieben flüssig, die anderen zwei waren eher geizig. Die unterschiedliche Qualität war mir beim Paket-Kauf der zehn Füller bekannt gewesen, mit 6 guten und zwei möglichen Ausfällen finde ich den Preis aber immer noch in Ordnung.

    Die Pilot Petit hatten alle einen sehr guten Tintenfluß, kratzen nicht und sind für mich gute, auch alltagstaugliche Schreibgeräte. Erfreulich auch das durchdachte Konzept: mit den kleinen Noppen am Stiftende halten sie die aufgesteckte Kappe sehr gut, der Stift liegt durch die Verlängerung gut in der Hand. Die Pilots waren vom „Gleiten“ der LAMY allerdings noch sehr weit entfernt. Zum Teil mag das auch an der dünneren Feder der Pilots liegen; aber natürlich ist der Preisunterschied von 3 EUR statt 18 EUR beachtlich.

    Der AMI Kalligraphie-Stift stammt aus einem Stiftset, man kann zwischen drei Federstärken wählen (1,1, 1,5 und 1,9 mm). Die Tinte (es liegen 14 große Patronen in 7 Farben bei) fließt, auch für die Federbreite, recht stark, da könnte es gern etwas weniger sein. Mein Verdacht, sie würden bei einem Preis von nicht mal 20 EUR für das Set in erster Linie an später nachzukaufenden Patronen verdienen, ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Für kürzere Briefe nutze ich den Stift sehr gern.

    Mein Dank geht an re:duziert, durch den ich auf die wunderbare Winter Glow von Mont Blanc aufmerksam wurde. Ich mag eigentlich kein Rot als Schreibfarbe – die Winter Glow hat allerdings eine so angenehme dunkle Kräftigkeit, daß sie nicht aufdringlich wirkt.

    Außerdem merke ich schnell, daß Kugelschreiber, Gel- oder Rollerball-Stifte deutlich an Attraktivität verloren haben, seit ich wieder täglich vorrangig mit Füllern schreibe. Nun, es gibt schlimmeres …

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    1.) Die verwendeten Notizbücher
    2.) Die verwendeten Füller
    3.) Schriftproben auf dem No-Name-Notizbuch
    4.) Rückseite, No-Name-Notizbuch
    5.) Schriftproben auf dem Moleskine-Notizbuch
    6.) Rückseite, Moleskine-Notizbuch
    7.) Schriftproben auf dem Leuchtturm-Notizbuch
    8.) Rückseite, Leuchtturm-Notizbuch

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    Rückseite der beschriebenen Leuchtturm-Notizbuch-Seite


  • Ausschnitt aus einer mit Tiles angefertigten Zeichnung, der Schriftzug "in the morning without coffee" ist zu sehen

    Tiles – ein neues Foto-Tool

    Zeichung mit dem Schriftzug "in the morning without coffee i felt rotten"

    Tiles ist eine neue Software für iOS 6+, mit der Fotos einfach in einem Rahmen kobiniert werden können. Es gibt außerdem die Möglichkeit, Schrift einzusetzen. Ich habe daher mal in Verbindung mit INK einen Cartoon versucht – macht Spaß.


  • handschriftliches "ohne Worte" in grau auf weiß

    KiWi goes BKA

    Beim Besuch der KiWi-Download-Seite ahne ich, was mich erwartet:
    Vermultlich werde ich demnächst in der Buchhandlung mein polizeiliches Führungszeugnis, den Personalausweis und eine amtliche DNA-Probe vorlegen müssen, um einen Katalog des KiWi-Verlags zu erhalten.

    Bitte, liebe Verlagsmenschen, sagen Sie mir doch einfach, daß ich mich nicht für Ihre Bücher interessieren soll. Mach ich auch so. Freiwillig. Ab sofort. Versprochen.


  • Eine Foldback-Klammer als Stifthalter, auf einem Tisch stehend

    DIY: Stifthalter

    Der frisch erworbene Füller begleitet meine heute begonnene Lektüre von Holger Noltzes „Musikland Deutschland? Eine Verteidigung“, ab und an notiere ich mir etwas.

    Dabei tritt ein Erste-Welt-Problem auf: den Füller offen liegen zu lassen ist nur bedingt gut, weil die Tinte irgendwann antrocknet. Immer die Kappe abzuziehen stört etwas den Gedankenfluß. Daher habe ich aus einer großen „Foldback-Klammer“(*) einen Aufsteller gemacht, der nun die Kappe hält. Den Füller selbst lasse ich nur reingleiten, er läßt sich ohne Widerstand zum Schreiben herausziehen. Letztlich ist das natürlich nur das abgewandelte Prinzip der Schreibtischgarnitur, wie sie bei meinem Großvater stand.

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    (*) Das ist die große Version der Clips, die ich auch für den von Merlin Mann entwickelten Hipster-PDA benutze.